Presseinformation

Tag der Chemie am Freitag, 25. Juli 2014

TUM-Chemie – Die Fakultät ehrt ihre Absolventen

Mit einem Festakt verabschiedete die Fakultät für Chemie der TU München am 25. Juli 2014 ihre diesjährigen Absolventen. Im Rahmen der Feierstunde wurden herausragende Studienleistungen mit dem Jürgen Manchot Studienpreis ausgezeichnet. Als Gastredner sprach Professor Dr. Christian Haass, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen München. Sein Thema: „Alzheimer – eine heimtückische Erkrankung wird entschlüsselt".

Die Wertschöpfung der Chemie basiert auf der Umwandlung von Grundstoffen in höherwertige Produkte. Lange Zeit war die Petrochemie eines der wichtigsten Standbeine der chemischen Industrie. Ein wachsender Anteil der Forschung zielt inzwischen darauf ab, ressourcenschonende Verfahren zu entwickeln und neue Rohstoffquellen zu erschließen. Auch in der chemischen Forschung spiegelt sich dieser Trend wider. Biologische Chemie und Katalyseforschung wachsen und bereiten sich auf neue Aufgaben vor, wie die weiße Biotechnologie, die Chemieprodukte mit Hilfe von Bakterien herstellt oder die Erforschung effizienter Energiespeichertechnologien für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Deutlich wurde herausgestellt, dass die Fakultät zunehmend internationaler aufgestellt ist. Daneben wurde auf die Neuberufung von zwei jungen Hochschullehrerinnen im Kalenderjahr 2014 hingewiesen. TUM-Präsident Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann wies bei seiner Ansprache auf die drei großen Zielsetzungen der Technischen Universität München (TUM) hin. In derzeit dreizehn Fakultäten wird mit hohem „Unternehmergeist“ Wissenschaftlichkeit, Internationalität und Unternehmertum zur Entfaltung gebracht.

Der Dekan der Fakultät für Chemie, Prof. Dr.-Ing. Kai-Olaf Hinrichsen, ehrte bei der Festveranstaltung auch verschiedene Preisträger. Beim Festakt wurden der Jürgen Manchot Studienpreis, der EVONIK Forschungspreis und die Emil-Erlenmeyer-Medaille verliehen. So konnte Dr. Georg Oenbrink, Vizepräsident Innovationsmanagement der EVONIK AG, die Übergabe des EVONIK Forschungspreises an Herrn Richard Brimioulle selbst übernehmen. Richard Brimioulles Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung von photochemischen Reaktionsmechanismen, die er im Rahmen einer TUM-Dissertation demnächst abschließen wird. Das Fakultätsgraduiertenzentrum Chemie (FGCh) verlieh Preise für herausragende Leistungen in kürzlich abgeschlossenen Promotionen mit der Emil-Erlenmeyer-Medaille Hier wurden Dr. Michael Zeilinger, Dr. Malte Gersch und Dr. Sebastian M. Walter für exzellente Leistungen ausgezeichnet.

Die Chemie-Fakultät der TU München gilt deutschlandweit, aber auch international, als eine der Top-Adressen. Der gute Ruf der Fakultät zieht eine große Zahl qualifizierter Studienbewerber an. Eingeschrieben für einen der Studiengänge der Fakultät sind (Stand WS 2013/2014) über 2000 Studentinnen und Studenten. Dazu kommt eine große Zahl von Nebenfachstudenten. Viele engagierte wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Fakultät für Chemie der TUM in Forschung und Lehre im internationalen Vergleich zu den besten Adressen gehört.

Als besondere Auszeichnung wurde von der Studierendenvertretung der „Preis der Studierenden der Fakultät für Chemie“ vergeben. Die Studierenden ehrten beim „Tag der Fakultät“ eine Person, die sich in besonderer Weise und über das Normalmaß hinaus für die Studierenden einsetzt. Die Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers war von den Fakultätsmitgliedern mit Spannung erwartet worden. Privatdozent Dr. Sergy Grebenshchikov wurde dieser begehrte Preis übergeben.

Gute Berufsaussichten

Am 25. Juli 2014 wurden über 100 Absolventen, Doktoranden und Habilitanden verabschiedet, die hervorragende Berufsaussichten haben. Im Rahmen des Tags der Chemie werden die zehn besten Absolventen mit dem Jürgen Manchot Studienpreis ausgezeichnet, der mit 1.000 € dotiert ist. Bewertet wurden sowohl die wissenschaftliche Qualität und Originalität der Abschlussarbeiten als auch die während des Studiums erbrachten Leistungen.

Festvortrag

Als Gastredner erläuterte Professor Dr. Christian Haass, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, wie viel interdisziplinäre Kooperation im Spiel ist, um schwerwiegende Erkrankungen zu verstehen und hoffentlich besiegen zu können. Christian Haass ist ein ausgewiesener Experte in der molekularen Alzheimerforschung. Er verdeutlichte an eindrücklichen Beispielen die Fortschritte bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen, wie Alzheimer und Demenz. Professor Christian Haass stellte heraus, dass der Wissenschaftler neben der Forschung auch einen gesellschaftlichen Auftrag hat, den er selbst neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn immer mit höchster Wichtigkeit betrachtet.

Die mit dem Manchot-Studienpreis ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen zusammen mit dem Dekan der Fakultät für Chemie, Prof. Dr.-Ing. Kai-Olaf Hinrichsen:

(vlnr.): Die Preisträger der Manchot-Studienpreise: Mario Flaig, Barbara Singldinger, Lorenzo Catti, Nicolas Kohler, Alexander Dick, Theresa Zeilmann, Jan-Niklas Tants, Florian Zauner  Martin Rübbelke, Sophie Solchenbach, Simon Rittmeyer, Kai Sanwald, Prof. Dr.-Ing. Kai-Olaf Hinrichsen.